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FRIEDEN in Zeiten des Krieges

Im Februar 2024 befassen wir uns mit  Kriegschauplätzen und Konfliktregionen - Armenien (Bergkarabach), Ukraine ... und möchten auch Friedensperspektiven und Friedenskräfte beleuchten. Es wäre an der Zeit, unsere Gesellschaft grundlegend zu verändern und auf Frieden hin auszurichten.

Februar
DI 27. Februar 2024
19:00 Uhr
Aktionsradius Wien

Vortrag Clemens Ronnefeldt und Gespräch mit Andrea Hiller

Clemens Ronnefeldt spannt in seinem Vortrag den Bogen vom historischen Verhältnis der Ukraine zu Russland bis zu gegenwärtigen Friedenskräften in beiden Ländern. Dabei beleuchtet er wichtige Stationen des russischen Präsidenten, von seiner Zeit in Deutschland ab 1984 bis zur Entscheidung zum Angriff auf die Ukraine. Auch das Verhältnis von NATO und russischer Föderation ab dem Ende der Sowjetunion ist Teil der historischen Betrachtung. Der Vortrag mündet in der Vorstellung von bisher vorliegenden Waffenstillstandsplänen und Kräften, die zur Deeskalation beitragen könnten.
Clemens Ronnefeldt ist seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes. Er engagiert sich ab 1992 bei Friedensdelegationen, wo er im Austausch mit lokalen Vertreter*innen aus dem Bereich der Friedens- und Menschenrechtsarbeit, Politik und Religionen steht. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen politische Analysen, Vernetzung und Stärkung der Friedensbewegung in Krisengebieten durch Austausch, Beratung, Sachspenden. Das anschließende Publikumsgespräch moderiert Andrea Hiller .

Friedensreferent Clemens Ronnefeldt, geb. 1960 in Worms, absolvierte eine studienbegleitende Ausbildung zur Friedensarbeit, engagierte sich in Flüchtlingslagern sowie bei der Unterstützung von Friedensgruppen in Ex-Jugoslawien, nahm an Friedensdelegationen teil, die ihn nach Israel und in die palästinensischen Gebiete führten, bereiste Syrien, Libanon, Iran, Ägypten, Jordanien und die Türkei. Seit 1992 ist Clemens Ronnefeldt Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes. https://versoehnungsbund.de/aktiv/friedensreferat

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 18.40 Uhr. Beginn: 19.00 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

DO 29. Februar 2024
15:00 Uhr
Ort wird bekanntgegeben (bei Anmeldung!)

Exkursion und Führung mit Helmut Borek

Das Jüdische Museum Wien stellt in Zeiten, in denen in Israel und Europa Krieg geführt wird, Frieden ins Zentrum einer neuen Ausstellung. Ausgehend von verschiedenen Friedenskonzepten spürt die Ausstellung dem Verhältnis von Frieden und Judentum, Politik, Krieg, Feminismus und Gerechtigkeit nach. Dabei stehen jüdische Perspektiven im Vordergrund. Die Ausstellung möchte die zivilisatorische Errungenschaft des Friedens in Erinnerung rufen und versteht sich als Beitrag zu einer nur mangelhaft ausgeprägten Friedenskultur. Ein breites Vermittlungsangebot macht die Vielschichtigkeit des Themas erfahrbar und lädt die Besucher*innen zur Partizipation ein.

Der Aktionsradius lädt zu einem gemeinsamen Museumsbesuch inklusive Ausstellungsführung durch Helmut Borek. Anmeldung erforderlich! office@aktionsradius.at

Eintritt: 18 Euro

Ort: Jüdisches Museum Judenplatz, 1010 Wien
Der genaue Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben!

FRIEDEN in Zeiten des Krieges

„Wir können politisch alles Mögliche ändern, nur nicht die Geografie.“ , sagte einst Egon Bahr am Höhepunkt des Kalten Krieges. Wie lässt sich die Eskalationsspirale in den Krisen- und Kriegsgebieten stoppen? Welche Perspektiven sind denkbar? Im März thematisieren wir Russland, Israel, Palästina und befassen uns mit Ansätzen zur Lösung internationaler Konflikte, konkret mit den Methoden des Konfliktforschers Herb Kelman, der - 1927 in Wien geboren - nach dem „Anschluss“ und der Machtergreifung des NS-Regimes in die USA fliehen musste.

März
DI 05. März 2024
19:00 Uhr
Aktionsradius Wien

Gespräch Gabriele Krone-Schmalz mit Martina Schmidt

Zwischen dem Westen und Russland herrscht Eiszeit. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 sind die ohnehin abgekühlten Beziehungen auf einem historischen Tiefpunkt angelangt und scheinen auf lange Sicht irreparabel zu sein. Nichtsdestotrotz ist eine neue europäische Friedensordnung erforderlich, die Russland miteinschließt. Das Land ist Teil unseres Kontinents. „Wir können politisch alles Mögliche ändern, nur nicht die Geografie.“ , sagte schon Egon Bahr, der auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges zusammen mit Willy Brandt die neue deutsche Ostpolitik entwickelte. Wie konnte es so weit kommen, nachdem die Ost-West-Konfrontation Ende der 80er Jahre überwunden schien? Wie lässt sich die Eskalationsspirale stoppen? Welche Perspektiven sind denkbar? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die deutsche Journalistin Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz. Zwischen 1987 und 1991 war sie ARD-Korrespondentin in Moskau. Als erste Journalistin aus dem Westen gelang es ihr, Michail Gorbatschow zu interviewen, der als Visionär mit der atomaren Abrüstung begann und die deutsche Vereinigung möglich gemacht hat. Krone-Schmalz hat sich mit seinen Friedensvisionen beschäftigt, war Mitglied bei den „Petersburger Dialogen“ und plädiert in ihren Büchern für einen Umgang mit Verständnis und Respekt. Moderation: Martina Schmidt (langjährige ORF-Redakteurin und "Report"-Journalistin, aktuell Kuratorin von Gesprächsreihen im Theater Nestroyhof Hamakom).

Im November 2023 hat Frau Krone-Schmalz in Leipzig den Löwenherz-Friedenspreis erhalten, verliehen von der Hilfsorganisation Human Projects für Frieden, Freiheit, Aufklärung und eine gerechtere Welt. Frühere Preisträger waren Michail Gorbatschow, der Dalai Lama und «Fridays for Future».

Gabriele Krone-Schmalz , deutsche Fernsehjournalistin, Autorin und ARD-Korrespondentin in Moskau. Studium der Osteuropäischen Geschichte, Politischen Wissenschaften und Slawistik. Autorin, Vortragende, Professorin für Journalistik u.a. http://www.krone-schmalz.de/

„Es lohnt sich Gabriele Krone Schmalz' Worte Gehör zu schenken: Sie betreibt einen in tegren Journalismus, ohne den Transparenz und Demokratie nicht existieren können.“ Michail Gorbatschow

Achtung – Programmänderung!
Frau Renata Schmidtkunz (Leiterin der Ö1-Sendereihe „Im Gespräch“) kann das Gespräch mit Frau Dr. Krone-Schmalz leider nicht moderieren und musste absagen. Die Moderation übernimmt Martina Schmidt, sie war ebenfalls langjährige ORF-Redakteurin und "Report"-Journalistin, sie war 20 Jahre im ORF in verschiedenen TV-Magazinen als Redakteurin tätig, zuletzt 13 Jahre beim wöchentlichen Politikmagazin. Als freie Journalistin kuratiert sie seit 2023 Publikumsgespräche und Gesprächsreihe im Theater Nestroyhof Hamakom. (Fotocredit/copyright: Eva Shteiner)

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 18.40 Uhr. Beginn: 19.00 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

DO 14. März 2024
19:00 Uhr
Aktionsradius Wien

OneStateEmbassy * Chor La Speranza

Der Abend ist konkreten Friedensbemühungen und Friedensliedern gewidmet. Zum Auftakt wird die Wiener Initiative ZUSAMMENSTEHEN vorgestellt – ein jüdisch-arabisches Bündnis für den Frieden im Nahen Osten. In dieser Initiative kommen Menschen aus verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen in Trauer und Solidarität zusammen, um in Wien Mahnwachen für die palästinensischen und israelischen zivilen Opfer zu organisieren – und für Frieden im Nahen Osten einzutreten. Im Gespräch mit Andrea Hiller sind im Aktionsradius zu Gast: Der in Wien lebende bildende Künstler Osama Zatar (geboren in Ramallah, Palästina), der auch das Kunstprojekt OneStateEmbassy (www.onestateembassy.com) mitbegründet hat sowie die Wiener Ethnomusikologin Isabel Frey (www.isabelfrey.com), die sich als yiddische Sängerin und politische Aktivistin für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzt. Sie stehen zusammen gegen Spaltung und selektive Trauer, für alle Menschen, deren Leben durch den anhaltenden Krieg unmittelbar betroffen ist – und im Glauben daran, dass alle Menschen in Israel und Palästina in Freiheit und Sicherheit leben können.
Im zweiten Teil des Abends wird der Chor „La Speranza – Chor für Freiheit und Frieden“ die eigenen Stimmen für Frieden und Freiheit erheben – und Friedenslieder, Gospels und berührende Chorstücke präsentieren. „La Speranza“ ist unter der Leitung von Sabine Federspieler (www.federspieler.at) seit November 2021 von einem Ensemble zu einem Chor gewachsen – und bereichert die Wiener Musikszene mit Benefiz- und Friedenskonzerten.

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 18.40 Uhr. Beginn: 19.00 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

SO 17. März 2024
10:30 Uhr
Kirche Gaußplatz

Zuspielung einer Rede in der Kirche Gaußplatz

Gemeinsam mit der Kirche Gaußplatz laden wir nach dem Gottesdienst zum fünften Fastensonntag am SO 17. März 2024 ab 10.30 Uhr zu einer „Friedensandacht“ in der Kirche am Gaußplatz 14. (Der Gottesdienst findet davor, von 9.30-10.30 Uhr statt).

In einer Video-Zuspielung wird Eugen Drewermanns Vortrag „Nur durch Frieden bewahren wir uns selber – Die Bergpredigt als Zeitenwende“ gezeigt. Der Vortrag, gehalten in Drewermanns Heimatstadt Bergkamen, vermittelt eine neue Perspektive zur Veränderung der Welt von Krieg hin zum Frieden, von Hass hin zur Liebe, vom Bösen hin zum Guten, von Angst hin zum Vertrauen. Mit besonderem Dank an die VHS Bergkamen und das Bildwerk Lünen (www.bildwerk-lünen.de) für die Aufnahme vom 5.9.2023 und die Genehmigung zum Ausstrahlen – sowie an Pfarrvikar Gerhard Bauer für die Kooperation.

Die „Friedensandacht“ lehnt sich an die „politischen Nachtgebete“ rund um Dorothee Sölle an, die ab 1968 ins Leben gerufen wurden, um die Verbindung zwischen religiösem Leben sowie aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie Krieg und Frieden zu thematisieren. Unsere krisengeschüttelte Welt lädt dazu ein, diese Tradition wieder aufzunehmen.

Persönlich wird Eugen Drewermann am DO 18. April 2024 zu einem Salongespräch in den Aktionsradius Wien kommen. Programm folgt!

Eintritt: Spenden erbeten!

Ort: Kirche Gaußplatz, am Gaußplatz 14, 1020 Wien.

MI 20. März 2024
19:00 Uhr
Aktionsradius Wien

Gespräch Wilfried Graf und Werner Wintersteiner mit Ursula Baatz

Der Abend ist dem Sozialpsychologen und Konfliktforscher Herbert C. Kelman (1927–2022) gewidmet. Geboren in Wien, flüchteten seine Eltern 1939 mit ihm nach dem „Anschluss“ und der Machtergreifung des NS-Regimes über Belgien in die USA. Dort studierte er Sozialpsychologie an der Yale University und der University of Michigan in Ann Arbor und absolvierte eine Ausbildung in Psychotherapie und Psychoanalyse. Seine berufliche Laufbahn führte ihn über Stationen ua an der John Hopkins University 1968 zur Professur für Sozialethik am Department of Psychology an der Harvard University, wo er von 1993 bis 2003 Direktor des Programms zur Analyse und internationalen Lösung von Konflikten am Weatherhead Center for International Affairs in Harvard war Krieg. Kelman ist einer der Pioniere von informellen Ansätzen zur Lösung internationaler Konflikte. Bahnbrechend ist, dass in diesem Konfliktlösungskonzept die Mikroebene der persönlichen Kommunikation über individuelle Bedürfnisse und Befürchtungen, Gefühle und Ideen mit der Makroebene der gesellschaftlichen Veränderungen verbunden wird. Die Entwicklung von Interactive Problem Solving als inoffiziellen Ansatz zur Lösung von internationalen und interkommunalen Konflikten erprobte er in der Praxis im arabisch-israelischen Konflikt, mit besonderem Augenmerk auf dessen israelisch-palästinensische Komponente. Kelmans Aktivitäten und seine Besuche 1980 und 1981 beim PLO-Chef Yassir Arafat trugen maßgeblich dazu bei, dass es in den 1980er Jahren zu Gesprächen zwischen Israel und der PLO und schließlich zu einem Friedensprozess kam, der in den Osloer Verträgen mündete.

Gemeinsam mit den Friedensforschern Wilfried Graf (Direktor des „Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation“ in Wien, www.kelmaninstitute.org) und Werner Wintersteiner (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, https://wernerwintersteiner.at/) wird Ursula Baatz (Research Fellow am Institut für Religionswissenschaft, Uni Wien, www.baatz.at) die Arbeit und Methoden der interaktiven Konflikttransformation vorstellen.

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 18.40 Uhr. Beginn: 19.00 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

FRIEDEN – Religion, Philosophie, Kunst

Im April wollen wir über Gott und die Welt sprechen – über den Zustand unserer Gesellschaft, die Spaltungen im Kleinen wie im Großen, über Kriege und Frieden - und dies alles aus den Perspektiven der Religion, der Kunst, der Literatur und der Philosophie. Drei Salonabende (u.a. zum 300. Geburtstag Kants), zwei Friedens-Spaziergänge und ein Workshop sind die Formate, zu denen wir Sie im April herzlich einladen!

April
FR 12. April 2024
16:00 Uhr
Aktionsradius Wien

Kranichfalten für den Weltfrieden

Der Kranich ist einer der bekanntesten japanischen Origami-Figuren. Seit langer Zeit symbolisiert der Kranich Langlebigkeit und wird als Glücksvogel von Menschen geachtet. Es gibt eine alte Legende, die besagt, dass derjenige, der 1000 Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekommt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Papierkranich durch das Buch "Sadako will leben" ein Symbol für Weltfriede geworden.

„Was lehrt uns der Krieg? Er wirkt auf ethisch-moralische Narrative. Er verändert die Sprache, macht sie ungehemmter und Unsagbares sagbar. Er beeinflusst die Wahrnehmung, die Bilder in den Köpfen und Träumen. Er schreibt sich in Körper ein und lässt Gefühle und Ausdrucksformen einfrieren. Er behindert die Fähigkeit, Ambivalenzen zuzulassen, mit Dilemmata, Zweifel und Irritationen umzugehen. Nicht zuletzt raubt er die Zuversicht und die Kreativität, die nötig sind, um den Frieden zu gewinnen.“ (Friedensbüro Salzburg)

Wir wollen uns beim Kranichfalten darüber Gedanken machen, wie wir den Krieg wieder verlernen können.  Wie wir Fähigkeiten entwickeln können, der gesellschaftlichen Normierung in Richtung „Kriegstauglichkeit“ produktiven Widerstand zu leisten. Daher: 1000 Kraniche für den Weltfrieden!
Verein ORIGAMI – Papierfalten für alle: http://origami-fuer-alle.weebly.com
Anmeldung erforderlich: office@aktionsradius.at
Organisation: Andrea Hiller

Eintritt: 15,- bis 25,- Euro / nach Selbsteinschätzung

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien

Anmeldung erforderlich! office@aktionsradius.at
TeilnehmerInnenanzahl begrenzt.

DO 18. April 2024
19:30 Uhr
Aktionsradius Wien

Eugen Drewermann im Gespräch mit Martina Schmidt

Der Theologe, Psychoanalytiker und Autor Eugen Drewermann präsentiert im Gespräch mit der ehemaligen ORF-Journalistin Martina Schmidt sein neues Buch – ein Plädoyer für Menschlichkeit, Liebe und Frieden. Das Buch orientiert sich an der Botschaft der Bergpredigt: Bekämpft nicht das Böse mit immer noch schlimmerem Bösen! Das ist die wahre Zeitenwende, meint Eugen Drewermann. Mit jedem Krieg verlieren wir unsere Menschlichkeit. Solange die Regierenden in Angst voreinander sich in ständiger Aufrüstung wechselseitig bedrohen, um ihre Macht zu behaupten, werden weitere Kriege wüten und ihre Opferzahlen steigen. Statt den Gegner als »Verkörperung des Bösen« zu bekämpfen, müsste man die wahnhafte Angstphantasie einer Sicherheitspolitik durch militärische Einschüchterung und Stärke endlich aufgeben. Es gibt Sicherheit nur als die Sicherheit des anderen. Der Friede kommt nicht aus der Motivation der Angst, im Gegenteil, einzig aus der Stärke der eigenen Person. Durch die Treue zu sich selber, durch den Mut, ein eigenes Gewissen zu haben. „Bleibe du selber“ hat es Mahatma Gandhi formuliert, „denke selber“ hätte Kant gesagt. Es geht um eine universelle Menschlichkeit.

Eugen Drewermann, geboren 1940 in Bergkamen im Ruhrgebiet, studierte katholische Theologie in Paderborn, Philosophie in Münster und Psychoanalyse in Göttingen. 1966 erfolgte die Priesterweihe, von 1979-1991 lehrte er an der Theologischen Fakultät der Universität Paderborn, 2005 ist er aus der Kirche ausgetreten. Seine über 100 Bücher wurden in 15 Sprachen übersetzt.

Moderation: Martina Schmidt (langjährige ORF-Redakteurin und "Report"-Journalistin, aktuell Kuratorin von Gesprächsreihen im Theater Nestroyhof Hamakom).

Achtung – Programmänderung! Frau Renata Schmidtkunz (Leiterin der Ö1-Sendereihe „Im Gespräch“) kann das Gespräch mit Frau Dr. Krone-Schmalz leider nicht moderieren und musste absagen. Die Moderation übernimmt Martina Schmidt, sie war ebenfalls langjährige ORF-Redakteurin und "Report"-Journalistin, sie war 20 Jahre im ORF in verschiedenen TV-Magazinen als Redakteurin tätig, zuletzt 13 Jahre beim wöchentlichen Politikmagazin. Als freie Journalistin kuratiert sie seit 2023 Publikumsgespräche und Gesprächsreihe im Theater Nestroyhof Hamakom.

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 19.00 Uhr. Beginn: 19.30 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

FR 19. April 2024
16:00 Uhr
Ort wird bekanntgegeben (bei Anmeldung!)

Diskursive, kognitive und affektive Militarisierung Spaziergang mit Claudia Brunner

Kriegslogik und Militarisierung sickern in jedes Verhältnis und beeinflussen auch die Möglichkeitsräume für Friedensforscher*innen. In der Öffentlichkeit sind überwiegend Stimmen zu hören, die militärische Logik und Praxis rechtfertigen. Doch es ist alles andere als naiv zu sagen, dass eine andere Welt möglich ist und der Krieg sofort gestoppt werden muss – in Gaza, in der Ukraine, in Syrien und überall.

Gemeinsam mit der Friedensforscherin Claudia Brunner widmen wir uns in einem Spaziergang rund um das Arsenal den vielfältigen Prozessen einer diskursiven, kognitiven und affektiven Militarisierung, die uns umgibt. Claudia Brunner ist Professorin am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung, Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung, Universität Klagenfurt: www.epistemicviolence.info 
Anmeldung erforderlich: office@aktionsradius.at

Eintritt: 25,- Euro

TeilnehmerInnenanzahl begrenzt!
Anmeldung erforderlich! office@aktionsradius.at

Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben!

DI 23. April 2024
19:30 Uhr
Aktionsradius Wien

Gespräch Reinhard Merkel mit Herlinde Pauer-Studer

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant wurde vor 300 Jahren, am 22. April 1724, im preußischen Königsberg geboren. An diesem Ort – dem heutigen Kaliningrad in Russland – schrieb er seine wegweisenden philosophischen Schriften. In der Altersschrift „Zum ewigen Frieden“ entwickelte Kant seinen Gedanken des "kategorischen Imperativs" zu einem politischen Modell zwischen den Staaten der Welt weiter. Frieden war für Kant ausdrücklich kein Naturzustand, sondern das Ergebnis verantwortungsvoller, vernunftgeleiteter Politik. Bewusste, nach Gerechtigkeit suchende Entscheidungen könnten der Menschheit den Frieden stiften, so Kant. Sein Text spielte eine wesentliche Rolle für die Ausgestaltung der sogenannten "Atlantik Charter", die Franklin D. Roosevelt und Winston S. Churchill im August 1941 verfassten und auf deren Grundlage sich die Vereinten Nationen gründeten. Kants Schrift »Zum ewigen Frieden« war der erste Versuch in der Geschichte der Philosophie und des Völkerrechts, der Ächtung des Krieges ein prinzipielles, zwingendes und zeitloses Fundament zu geben – in Form einer kategorischen Forderung des Rechts der Menschheit auf Frieden. Kants aufklärerische Vorstellungen von Autonomie, Freiheit und Menschenwürde sind bis heute maßgebliche Bezugspunkte gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Was bedeuten Kants Thesen in der von Kriegen und Spaltungen geprägten heutigen Zeit? Der Autor und Rechtsphilosoph Prof. Reinhard Merkel (Universität Hamburg & Humboldt Universität Berlin) geht im Gespräch mit der Philosophin Prof. Herlinde Pauer-Studer (Universität Wien / 2024 Humboldt Fellow LMU München) den Grundlagen, der Aktualität und den Ideen von Immanuel Kant auf den Grund. Gemeinsam mit Roland Wittmann hat er das suhrkamp Taschenbuch „Zum ewigen Frieden“ herausgegeben.

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 19.00 Uhr. Beginn: 19.30 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

FR 26. April 2024
16:00 Uhr
Ort wird bekanntgegeben (bei Anmeldung!)

Spaziergang zur Geschichte der Frauen*Friedensbewegung mit Petra Unger

Die Pazifistin, Schriftstellerin und Friedensforscherin Bertha von Suttner starb am 21. Juni 1914 (vor 110 Jahren), kurz vor dem Beginn des 1. Weltkrieges. Die Frauen*Friedensbewegung verlor damit ihre bedeutendste Stimme. 1905 wurde Bertha von Suttner als erste Frau mit dem seit 1901 vergebenen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bedeutende Frauen setzen ihre Arbeit für den Frieden in Österreich und international fort. 1921 trafen sich 400 Frauen zum 3. Kongress der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) bzw. Womens International League for Peace and Freedom (WILPF) im Wiener Musikverein, darunter Rosa Mayreder, Leopoldine Kulka, Christine Touallion. Ihre zentralen Fragen sind heute aktueller denn je: Wie kann Friedenserziehung aussehen? Ist das weibliche Geschlecht friedfertiger? Wie lässt sich Krieg vermeiden?

Ein Stadtspaziergang auf den Spuren von Friedensaktivistinnen in Geschichte und Gegenwart ganz im Sinne von Bertha von Suttner: „Was sich in der Friedensbewegung äußert, ist nicht der Traum Weltentrückter Fantasien, es ist der Selbsterhaltungstrieb der Zivilisation.“

Petra Unger arbeitet als Akademische Referentin für feministische Bildung und Politik sowie als Kulturvermittlerin. Ihre langjährige Erfahrung der Kulturvermittlung verbindet sie transdisziplinär mit ihrer Expertise zu Gender Studies und feministischer Theorie. Sie ist Seminar- und Workshopleiterin, Moderatorin und Autorin verschiedener Publikationen. Die von ihr begründeten Wiener Frauen*Spaziergänge versteht sie als politische Bildung im öffentlichen Raum. https://frauenspaziergaenge.at/petra-unger/ 

Eintritt: 25,- Euro

TeilnehmerInnenanzahl begrenzt!
Anmeldung erforderlich! office@aktionsradius.at

Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben!

MO 29. April 2024
19:30 Uhr
Aktionsradius Wien

Robert Schneider und Franzobel im freien Wort

Die österreichischen Schriftsteller Robert Schneider und Franzobel haben in der Lockdownzeit begonnen, sich über Gott und die Welt auszutauschen. Ein anregender Diskurs über Gesellschaft und Weltgeschehen, Politik und Demokratie, Krieg und Frieden, Solidarität und Spaltung, Gut und Böse, Richtig und Falsch. Die beiden Autoren diskutieren miteinander im freien Wort – ohne dabei ihre Ratlosigkeit zu verbergen. Auch öffentlich melden sie sich regelmäßig zu Wort. Robert Schneider sorgt sich in seiner wöchentlichen Kolumne (in der Sonntagskrone Vorarlberg) um die Debattenkultur unserer Gesellschaft. Wie kommen wir zur Achtung vor der Wahrheit des Anderen, zu weniger Rechthaberei und mehr Mut, nicht gleich die Antwort zu kennen? Franzobel plädiert in verschiedenen Medien und Talksendungen für Dialog und Friedensverhandlungen, um einen „Dritten Weltkrieg“ nicht zu riskieren. „Kriegshelden! Doch wofür? Zehntausende Tote, eine zerstörte Infrastruktur, Millionen traumatisierte Menschen, eine komplette Eskalation … als hätte es eine Friedensbewegung, Antikriegsfilme und die Einsicht, dass Krieg der Vater aller Undinge ist, nie gegeben.“ Im Aktionsradius erteilen wir den beiden Schriftstellern Themenwahl und freies Wort. Buchtipps: Robert Schneider „Buch ohne Bedeutung“ (2022), Franzobel „Einsteins Hirn“ (2023). www.franzobel.at

Eintritt: Freie Spende

Ort: Gaußplatz 11, 1200 Wien.
ACHTUNG: PÜNKTLICHER BEGINN WEGEN LIVESTREAM!!
Einlass: 19.00 Uhr. Beginn: 19.30 Uhr.

Die Veranstaltung wird auch filmisch aufgezeichnet - mit der Teilnahme stimmen Sie den Foto-/Filmaufnahmen zu. Keine Anmeldung erforderlich! Bitte Handys ausschalten!!

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    FRIEDEN in Religion, Philosophie, Kunst