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Aktionsradius Wien /
Februar 2010:
Auf der Suche nach dem typischen
Wien
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Typisch Wien - was soll das sein? Und
was immer es ist - soll es bleiben?
KOID=WOAM ist ein Kooperationsprojekt von Aktionsradius
Wien, Kulturverein Narrendattel und Wienbibliothek im Rathaus.
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K O I D = W O A
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D A S P R O G R A M M |
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Dienstag, 02.
Februar
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Montag, 08.
Februar
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Dienstag, 09.
Februar Das Duo BoA BoA, bestehend aus der umwerfenden Sängerin
Agnes Heginger und dem entfesselten Gitarristen Klaus Wienerroither
zelebrieren in ihrem Programm „The Wiener takes it all“ mit Hingabe und
Leidenschaft die seltene Kunst der musikalischen Verführung. Dabei kennt BoA
BoA keine stilistischen Grenzen, es zählen einzig Qualität und die Liebe zur
Musik.
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Montag, 15.
Februar Einer von Lennys Freunden, Alexander Peer mit seinem Bass,
kommt sicher. Das Duo ist also garantiert komplett. Vielleicht stößt auch
Freund Santos dazu, der Percussionist aus Angola. Lakatos und Peer nennen
sich «Radauer & Sternfried», letzteres ist leicht als der
behmisch-deutsche Störenfried zu erkennen. Die (Dialekt)-Texte und
Kompositionen für diesen Liederabend stammen zum größten Teil von Lakatos,
den ältere Semester vielleicht noch als Zalezak in Erinnerung haben: er
zählte vor 40 Jahren zur ersten Nach-68-Liedermachergeneration; nur wenige
Songs aus dieser Zeit stehen auf der aktuellen Programmliste Zalesaks, der
inzwischen die Segnungen und Entbehrungen des Pensionsalters erduldet. Die
neuen Texte sind zuweilen absurd, etwa jener, der aus zusammen gewürfelten
Zitaten des DDR-Superregisseurs Heiner Müller besteht. Zum Geheimnis der
beiden Namen: Zalesak (za lesak, slowakisch) heißt «hinter dem Wald» oder
«beim Wald» und ist ein Euphemismus für WILDERER. Lakatos heißt Schlosser
(ungarisch) und ist ein Euphemismus für EINBRECHER. „So besehen hat der
seinerzeitige Namenswechsel mein Image auch nicht gerade aufgewertet“, meint
Lenny; umso mehr freut er sich über gesteigerte Aufmerksamkeit.
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Dienstag, 16.
Februar Vom Wienerwald übern Steinhof zum Giartl , bei de Heirign,
beim Stegreiftheater vurbei, bis zum Cafe Ritter, wo da Woedmasta imma woar,
rennt es Wossa owe. Durt is es Malheur passiert. Da Schober reisst an Bebop
au, da Koellna maant, so kennts am Haisl spueln, und auf amoi mutieren, de
vüln, gfährlichen Wienerlied-Viren, zum Velvet Ottakring, dem grossen,
weissen Wienerlied-Hai. Velvet Ottakring sind Rudi Görnet (Kontrabass,
Stimme), Thomas Palme (Gitarre), Michi Schober (Gitarre) und Christian
Qualtinger (Stimme). Beginn: 19.30
Uhr; Eintritt: 10 Euro; Gratiskrapfen für Verkleidetete (Motto: Typisch Wien) |
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Freitag, 19. Februar Kürzlich
ist der bekannte Wiener Guerilla-Kleber und Zettelpoet einmal mehr zu einer Geldstrafe
bzw. Ersatzarreststrafe verdonnert worden. Volle Aufmerksamkeit aller
DemokratInnen verdient die Begründung des Bezirksgerichts (vielleicht ist
gerade das „typisch wienerisch“): Die Bestrafung Seethalers werde durch die
Tatsache legitimiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich von Seethalers
Kunst provoziert fühle. Jedes ungewöhnliche Verhalten könnte mit dieser
Argumentation sofort kriminalisiert werden. Helmut Seethaler führt
Interessierte zu den Orten der Konfrontation zwischen „Staat und Kunst“. Dazu
gibt´s Realsatire: Lesung einer Urteilsbegründung. Weiters wird eine kurze
Einführung in die Methodik Seethalers im öffentlichen Raum mit
unvorhersehbarem Ausgang geboten. Treffpunkt: 17.00
Uhr; Aktionsradius
Wien | 1200 Wien,
Gaußplatz 11 |
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Dienstag, 23.
Februar Die Volkskundlerin Karin Löffler von der Universität Wien
legt ihre Thesen zum Bedeutungswandel des Wiener Faschings vor. Zusammen mit
Gertraud Liesenfeld kuratierte Löffler die "Nichtstun"-Ausstellung
im Volkskundemuseum: "Vom Flanieren, Pausieren, Blaumachen und
Müßiggehen". Wollten Sie nicht immer schon wissen, inwieweit im
Faschingsbrauch Widerstand gegen die Obrigkeit angelegt ist oder war
beziehungsweise wie eine solche Widerständigkeit von den Mächtigen
vereinnahmt werden konnte? Oder warum die importierten Halloween-Bräuche über
die heimischen Traditionen der temporären, kollektiven Normüberschreitungen
triumphieren? Zeitgenössische Initiativen wie das F13-Projekt oder das
Josefinische Erlustigungskomitee treten jedenfalls das (behauptete?)
subversive Erbe des alten Faschings an. Dazu eine Videodokumentation des
Augustin TV und die aufgezeichnete Rede Erich Eders, der kürzlich auf einem
Symposion der „Gesellschaft für kritisches Denken“ referierte, wie der
Aberglaube um Freitag, den 13. entstand. Beginn: 19.30
Uhr; Eintritt frei! |
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Mittwoch, 24.
Februar Der urbane Alltag Wiens erfuhr in den 1920er-Jahren einen
tiefgreifenden Modernisierungsschub und wurde dynamischer, schneller und
greller. Der Verkehr nahm zu, Leuchtreklamen, Film-Paläste und eine
amerikanisch geprägte Populärkultur vermittelten ein neues großstädtisches
Lebensgefühl. Zumindest abgeschwächt gab es auch in Wien die "Roaring
Twenties", mit einem Schuss Frivolität in Mode, Styling und
geschlechtlichen Rollenmustern - zumindest bis zum um 1930 spürbaren
konservativen Kulturbruch. Von fortschrittlichen Menschen, die damals lebten,
wurde die Amerikanisierung eher positiv gedeutet, während heute die Verluste
des "authentischen" Wien durch einen Prozess der globalen
Angleichung der Großstädte beklagt werden. Eine Führung durch die
entsprechenden Abschnitte der Ausstellung "Der Kampf um die Stadt".
Infos zur Ausstellung: www.wienmuseum.at. Treffpunkt: 16.30
Uhr; Foyer des Wien Museum im Künstlerhaus | 1010 Wien, Karlsplatz 5 |
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Donnerstag, 25.
Februar Bruckfleisch oder Wiener Schnitzel, das Raunzen oder die
Wiener Gemütlichkeit, Dudeln oder Zwölftonmusik, das Kaffeehaus oder das
Vorstadtbeisl – was typisch für eine Stadt gilt, ist Resultat von
Traditionen, Moden, Inszenierungen, nicht zuletzt auch von
Verwertungsinteressen. Die Flanerie an der Grenze von Wieden und
Margareten eröffnet einen kleinen Ausschnitt des
Typisch-Wienerisch-Repertoires der Stadt. Die Route führt vom traditionsreichen
Gasthaus Eiserne Zeit am Naschmarkt ins Dritte Mann Museum, vom Gasthaus zur
Goldenen Glocke mit seinem berühmten Wienerlied-Fresko im Gastgarten zum Souvenirladen
WieWien in der Kettenbrückengasse. Konzeption und Koordination: Martina
Handler. Flanerie-Begleiter: Herbert Zotti, Wiener Volksliedwerk, und der
Kulturwissenschafter Lutz Musner. Treffpunkt: 17.00
Uhr; U4-Bahnstation Kettenbrückengasse | 1040 Wien, Kettenbrücke |
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Samstag, 27.
Februar Muna´s Salon heißt eine eben eröffnete Musikreihe im
Tanzstudio Mänada in Wien-Margareten. Das Mänada-Kellergewölbe ist eine ab.ort.musik-verträgliche
Location: abseits des bekannten Kulturbetriebs, mit Flair und geeignet zur
Aufhebung der üblichen Bühne-Publikum-Distanz. Letzteres schätzt auch die
Hudaki Village Band. Die MusikerInnen kommt aus Nischnje Selischtsche in den
ukrainischen Karpaten. Wer auf lokal verwurzelte, sinnliche und rhythmisch
entfesselte Musik steht, der/die kommt im Tanzstudio auf seine/ihre Rechnung.
Dass getanzt werden kann, ergibt sich aus der Wahl des Ortes automatisch. Auf
Wunsch wird in die karpatische Tanztradition eingeführt. Beginn: 20.00
Uhr, Musikspenden erbeten! |
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VORSCHAU MÄRZ: |
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IMPRESSUM / MHV: Aktionsradius
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