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Cover: Conny Hannes Meyer |
Aktionsradius
Wien / Juni 2011: 80 JAHRE PERSONALE
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Flyer:
Conny Hannes Meyer |
Conny Hannes
Meyer,
geboren am 18. Juni 1931 in Wien, ist Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter,
Schriftsteller – und Nestroypreisträger des Jahres 2010. Zwischen 1938 und
1945 wurde er aus «rassischen» Gründen interniert. Der ausgebildete
Schriftsetzer wurde 1955 zum Mitinitiator des Wiener Theaters »Experiment am Liechtenwerd». 1958 gründete er der Gruppe »Die
Komödianten», die ab 1963 im «Theater am Börseplatz»
und ab 1974 im «Theater im Künstlerhaus» spielte. Seit Auflösung der
«Komödianten» 1985 war er freier Regisseur, ab 1992 bei der wiederbelebten
«Theaterarbeit im Burgenland» tätig. «Conny Hannes Meyer war mit seinen Theatern nicht nur
ein Kristallisationspunkt für die neugierige und fortschrittliche
Theaterwelt, sondern generell eine Instanz für das intellektuelle Leben im
Wien der 60er und 70er Jahre. Mit nachhaltigem Erfolg inszenierte er an den
großen deutschen wie heimischen Bühnen. In Wien hat er mit seinem Theater den
Brecht-Boykott gebrochen. Nur wenige haben die Wiener Theaterszene so
nachhaltig geprägt», sagte Kulturstadtrat Mailath-Pokorny
anlässlich der Nestroy-Preis-Verleihung. Vier Tage nach seinem 80.
Geburtstag, am 22. Juni, wird CHM das Goldene Verdienstzeichen des Landes
Wien verliehen. Gedicht von Conny Hannes Meyer, es ist ein Haiku aus
seinem Lyrikband "ABSCHIED siebzehnsilbig": kaum unterscheidbar vom granit liegt etwas fast menschenähnliches |
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+ D A S P R O G R A M M + + +
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Szenenfoto: Conny Hannes Meyer |
Dienstag,
07. Juni EIN FEST FÜR
CONNY HANNES MEYER AUSSTELLUNG VON THEATERPLAKATEN Ein Fest für Conny Hannes
Meyer zum 80. Geburtstag. Eröffnung der Ausstellung von ausgewählten
Theaterplakaten und Programmheften ab 1958. Jüngere können heute vielleicht
nicht mehr nachvollziehen, dass ein Teil dieser Plakate damals von
Entscheidungsträgern in der Politik und im Medien- und Kunstbetrieb als
Provokation empfunden wurde, nämlich jene, die auf Brecht-Inszenierungen
hinwiesen. Viele der Plakate wurden von bekannten bildenden Künstlern gestaltet,
darunter Ernst Fuchs. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei! Ausstellungszeiten: bis 30. Juni, mo-do, 10.00-16.00 Uhr und zu Veranstaltungszeiten Ort: Aktionsradius
Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11 Infos: Tel. 332 26 94,
office@aktionsradius.at, www.aktionsradius.at |
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Foto: Conny Hannes Meyer |
Dienstag,
14. Juni CONNY HANNES
MEYER UND DER BRECHT-BOYKOTT VORTRAG UND DISKUSSION MIT KURT PALM Die Polemiken und Kampagnen gegen Bertolt Brecht in der Zeit des Kalten Kriegs wandten sich
vordergründig gegen «Kommunisten» und ihre «Sympathisanten», in Wirklichkeit
hatten die Mächtigen in Kultur und Politik ein Interesse, dass in Wien nie wieder
eine nonkonformistische Szene etabliert wird, wie sie vor der großen
Menschenvertreibung 1938 bestanden hatte. Ende der 1950er Jahre erreichte die
Anti-Brecht-Stimmung ihren Höhepunkt. Die Schriftsteller Friedrich Torberg
und Hans Weigel taten sich dabei besonders hervor. Durchbrochen wurde der
Brecht-Boykott erst 1963. Theaterdirektor Leon Epp brachte 1963 an seinem
Haus, dem Wiener Volkstheater, mit Gustav Mankers Inszenierung der «Mutter
Courage» erstmals wieder Brecht an eine bedeutenden österreichische Bühne.
1966 ließ Ernst Haeussermann, früher ebenso am
Boykott beteiligt, Curd Jürgens im Burgtheater die
Titelrolle in «Das Leben des Galilei» spielen. Am
intensivsten arbeitete sich der Kreis um Conny
Hannes Meyer und seiner Gruppe »Die
Komödianten» an dem Ausnahme-Intellektuellen Brecht ab. Kurt Palm,
Regisseur und Buchautor («Vom Boykott zur Anerkennung. Brecht und
Österreich», Löcker Verlag) gibt Auskunft über die Rolle Conny Hannes Meyers zur
Rehabilitierung des großen deutschen Dramatikers. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei! Ort: Aktionsradius
Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11 Infos: Tel. 332 26 94,
office@aktionsradius.at, www.aktionsradius.at |
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Foto: Conny Hannes Meyer |
Dienstag,
21. Juni DES KAISERS
TREUE JAKOBINER DOKUMENTATION EINER AUFFÜHRUNG VON CONNY
HANNES MEYER Auch Wiener und Wienerinnen waren Jakobiner und
Jakobinerinnen – Unzufriedene, die mit der französischen Revolution
sympathisierten. Kaiser Franz ließ ein Exempel statuieren, mehrere Dutzend
Menschen wurden verhaftet, ein Teil davon wurde hingerichtet. Es kann jedoch
bei den meisten keine Straftat im damaligen juristischen
Sinne festgestellt werden. Denn denken und reden – und was anderes hatten die
meisten der Verurteilten schließlich
auch nicht gemacht – wurde erst später unter Metternich verboten. Wien ist in
eine Festung verwandelt worden, denn immer noch befürchten die Machthaber
einen Aufstand. Beethoven war realistischer: 1794 schrieb er aus Wien, kurz
nach der Verhaftungswelle, an seinen Verleger in Bonn: "Ich glaube,
solange der Österreicher noch Braun’s Bier und
Würstel hat, revoltiert er nicht." 1979 hat Conny
Hannes Meyer
das Stück „Des Kaisers treue Jakobiner – eine historische Montage“ für
die Wiener Festwochen auf die Bühne gebracht. Wir zeigen eine private
Filmdokumentation dieser Inszenierung.
Der Theaterwissenschaftler und Kulturaktivist Dieter Schrage stellt uns eine der interessantesten Produktionen
von Conny Hannes Meyer vor. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 7 Euro. Ort: Aktionsradius
Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11 Infos: Tel. 332 26 94,
office@aktionsradius.at, www.aktionsradius.at
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+ + + W E I T E R E J U N I P R O G R A M M
E D E S A K T I O N S R A D I U S W I E N
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VORSCHAU
SOMMER 2011: |
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IMPRESSUM
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26 94, fax DW 8 * office@aktionsradius.at * www.aktionsradius.at
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Robert Sommer * Presse & Webdesign: Alois
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